Der Januar ist rum und ganz langsam komme ich wieder in die Gänge. Der heutige Spaziergang in der kalten Wintersonne hat meine Lebensgeister geweckt und ich konnte seit Wochen erstmals wieder so etwas wie Unbeschwertheit fühlen.
Das letzte Jahr ist für mich sehr schmerzvoll zu Ende gegangen. Der Tod einer lieben Freundin hat mich intensiv beschäftigt. So ein Verlust führt uns vor Augen, dass wir alle irgendwann gehen müssen. Ich habe mich oft gefragt, warum sie so jung sterben musste und war in Gedanken bei ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn.
Warum darf ich meine Kinder aufwachsen sehen und sie nicht? Man glaubt, dass man keine Freude mehr empfinden darf…
Ich bin sicher, dass sie nicht gewollt hätte, dass ich mich so quäle… sie war so ein lieber und herzensguter Mensch. Ich bewahre sie tief in meinem Herzen und denke oft an sie. Gleichzeitig bin ich dankbar für jeden Tag, den ich erleben darf und den ich mit meiner Familie verbringen darf. Ja, wir müssen alle irgendwann gehen, aber zum Glück wissen wir nicht, wann der Zeitpunkt kommen wird und bis es so weit ist, heißt es WEITERMACHEN und das Beste daraus machen.
