2025 ist angebrochen und es liegt wieder mal eine lange Sendepause hinter mir – Zeit für eine Aktualisierung.
Mein Name ist Evi, ich bin Ü40 und berufstätige Mutter von zwei wunderbaren Mädels. Die Kleine ist ein Grundschulkind, die Große auf der Realschule.
Wie jede andere berufstätige Mutter auch, versuche ich Beruf und Familie bestmöglich unter einen Hut zu bekommen. Von den Schwierigkeiten und von den vielen Glücksmomenten in meinem Alltag berichte ich auf diesem Blog.
Als hochsensibler Mensch habe ich einen besonderen Blick auf zwischenmenschliche Beziehungen. Im letzten Jahr hat mein noch relativ neues Hobby Weben viel Zeit in Anspruch genommen. Es erdet mich einfach und hilft mir, gut durch den Alltag zu kommen. Leider kann ich hierzu noch nicht allzu viel posten, da ich noch Anfängerin bin 😉 Aber ich mach sicher mal eine Bilderserie.
Viel Spaß beim Stöbern auf meinem Blog! Lasst mir gerne einen Kommentar da, ich freue mich auf einen regen Gedankenaustausch!
Dieser Debütroman von Jessica Mawuena Lawson hat mich richtig in den Bann gezogen und meinen persönlichen Horizont ganz schön erweitert.
Er erzählt die Geschichte von Kekeli, die gerade ihr Abi in der Tasche hat und sich spontan mit ihrer Cousine aus Togo und einem Geschwisterpaar aus Ghana aufmacht, um an einem Dokumentarfilm über Schwarze Menschen in Deutschland mitzuarbeiten. Stationen ihrer Reise sind das Konzentrationslager Buchenwald und verschiedene Orte in Berlin. Es ist die Geschichte von jungen Menschen, die nach den Wurzeln ihrer eigenen kulturellen Identität suchen. Sie stoßen auf Leid z.B. im Konzentrationslager Buchenwald, wenn sie an Gert Schramm denken, der als 15jähriger als einer der ersten schwarzen Häftlinge dorthin verschleppt wurde und Zwangsarbeit leisten musste. Auf ihrer Reise reflektiert Kekeli auch die Situation ihres togolesischen Vaters und man erfährt auf eindringliche Weise, wie häufig und in welcher Form Schwarze Menschen im Alltag diskriminiert werden.
In Berlin finden die jungen Erwachsenen aus Süddeutschland schließlich viele Kraftorte ihrer Community z.B. ein Friseurstudio, das sich auf Afrohaare spezialisiert hat, und treffen kreative Menschen, die sie inspirieren. Der Roadtrip wird zum echten Erweckungserlebnis für die eher schüchterne und introvertierte Kekeli. Eine Verwicklung mit der eigenen Familiengeschichte und die erste zarte Liebe machen den Lesegenuss perfekt.
All das erzählt Jessica Mawuena Lawson in einer klaren und schönen Sprache. Ihre Beschreibungen sind einfach ein Genuss! Man darf auf weitere Bücher gespannt sein!
Es hat über 30 Grad, meine 11jährige Tochter macht sich fertig für den Pferdehof. Sie ist heute als Helferin eingeteilt. M. zieht ihre Socken an und sagt: „Oh, schön kühl!“ Ich werde stutzig. „Was hast du denn mit deinen Socken gemacht?“ – Wenn ich an einem heißen Tag Socken anziehen muss, dann leg ich sie vorher eine Minute ins Gefrierfach! Das geht aber nur mit frisch gewaschenen Socken!“
Beim Entrümpeln meines eMail-Postfachs bin ich heute auf eine Mail von vor drei Jahren gestoßen: es war das Testergebnis eines Onlinetests (sensitivityresearch.com), um herauszufinden, ob ich hochsensibel bin. Siehe da, mit einem Wert von 6,3 gehöre ich in die Kategorie „Orchidee“. Weiter heißt es, dass diese Gruppe von Personen mehr von der Qualität ihrer Umgebung betroffen ist als andere. Orchideen brauchen bestimmte Bedingungen und Pflege, um gut zu gedeihen. Ausgerechnet jetzt stoße ich wieder auf diese Mail.
Es macht alles Sinn. Nach insgesamt 17 Schuljahren im Regelschuldienst, 15 davon an einer Großstadtschule mit 1.400 Schülern – Konflikte mit Eltern und Schülern stehen an der Tagesordnung, Mobbingfälle sowohl unter Schülern als auch im Kollegium – nehme ich nun meinen Hut. Eine ganze Zeit lang ging alles gut. Ich erfüllte meine Aufgaben, pflegte netten Kontakt zu meinen Schülern und Kollegen. Handelte schwierige Eltern und Klassen und übernahm schließlich immer mehr (unbezahlte) Aufgaben. Im letzten Schuljahr gab es nur noch Arbeit, wenig sonnige Momente und überhaupt keinen Dünger mehr für mich an dieser Schule…ich war kurz vor dem Vertrocknen – wie gut, dass ich umziehe! 😊
Ich freue mich, dass ich die Kraft gefunden habe, diesen Schritt zu gehen. Bestimmt lande ich jetzt auf der richtigen Fensterbank, so dass bald wieder neue Knospen sprießen können! Bestimmt wird es hier auf dem Blog dann auch wieder etwas lauter…
Bei meinem letzten Besuch in der Stadtbibliothek habe ich dann doch mal Halt am Weihnachtsregal gemacht und diese lustige Geschichte mitgenommen. Daniel Glattauer erzählt in einer unvergleichlichen und trockenen Art von zwei Einzelgängern, die in der Vorweihnachtszeit zufällig miteinander in Kontakt treten und es entspinnt sich eine wundervolle Geschichte, die man nicht mehr aus der Hand legen mag.
Der beziehungsunfähige Kreuzworträtsel-Redakteur Max sucht eine Betreuung für seinen Hund Kurt, da er dem Weihnachtsfest entfliehen und die Feiertage auf den Malediven verbringen will. Es meldet sich die (zum Leidwesen ihrer Eltern immer noch unverheiratete) Endzwanzigerin Katrin, die eigentlich mit Hunden gar nichts am Hut hat und diesen nur als Ausrede benutzen möchte, damit sie an Heiligabend nicht zu ihren Eltern muss.
Das gegenseitige Desinteresse aneinander könnte nicht größer sein. Nach ersten knappen Nachrichten (Emails spielen eine wichtige Rolle!) treffen sich die Beiden mehrmals, Hund Kurt nächtigt erstmals bei Katrin und es könnte sich eine vorweihnachtliche Romanze zwischen den beiden verschrobenen Menschen entwickeln. Allerdings leidet Max an einem (sehr lustigen!) Problem, das wirklich jede Beziehung verhindert…
Allzu viel möchte ich hier nicht verraten. Das rund 200 Seiten starke Buch bietet wirklich jede Menge Lesegenuss und der Humor kommt dabei nicht zu kurz! Lange kein so lustiges Buch mehr gelesen 🙂
Dieser im März diesen Jahres erschienene Roman kommt daher wie ein klassischer Frauenroman. Gut situierte Frau in den Wechseljahren erfährt, dass ihr Ehemann, mit dem sie seit mehr als 20 Jahren verheiratet ist, ein Kind mit ihrer deutlich jüngeren Kollegin bekommt. Eheaus inklusive beruflicher Neuorientierung, da sich die Frau auf den Haushalt und die Kinder konzentriert hatte und lediglich in der Firma des Ehemannes mitarbeitete. Haben wir alles schon mal gehört. Denkt man! Aber dann bringt Katja Keweritsch neue Elemente ins Spiel: Alices erwachsene Tochter überredet sie zu einem Tapetenwechsel in Form eines Haustausches. Und so tauscht sie ihr Einfamilienhaus in einem Hamburger Vorort für 6 Monate gegen ein kleines Steinhäuschen auf der Insel Guernsey im Ärmelkanal.
Dort macht Alice viele neue Erfahrungen: sie erkundet die Insel mit dem Fahrrad, beginnt täglich im offenen Meer zu schwimmen, schließt neue Bekanntschaften (ja, es sind auch Männer dabei! Aber die wirklich wichtigen sind Frauen) und fängt an, im Garten des historischen Anwesens Sousville Manor zu arbeiten, wo sie ihre Liebe zu den Pflanzen entdeckt. Die Beschreibungen der Landschaft und der Sehenswürdigkeiten von Guernsey machen richtig Lust, selbst auf die Insel zu reisen.
Katja Keweritsch erzählt nicht die Geschichte einer betrogenen und rachelüsternen Ehefrau, sondern die einer wunderbaren Reise zu sich selbst. In dieser Form habe ich diesen Plot noch nicht gelesen. Nach dem Überwinden des Schockes schöpft Alice neue Kraft aus ihren Begegnungen in der Natur und aus der Freundschaft mit Martha, die sie auf Guernsey kennen lernt. Alice wächst an der Situation und schafft es schließlich, sich im Guten von ihrem Ehemann zu trennen und ihrem Leben eine neue Richtung zu geben.
Alice und das Blau des Wassers ist ein Buch, das einen nicht so schnell loslässt. Jetzt auf meiner Leseliste: weitere Bücher von Katja Keweritsch (ihr aktuelles Buch „Das Flüstern der Marsch“ ist kürzlich erschienen) und ein Reiseführer über Guernsey (Der nächste Familienurlaub ist in Planung…)!
Dieses kleine Webprojekt hat sich bestens bewährt bei mir – mit etwas Übung gelingt ein Paar Topflappen an einem Nachmittag oder Abend. Die Topflappen sind schöne Mitbringsel oder kleinere Geschenke für liebe Menschen. Wenn ich Stress verarbeiten muss, webe ich etliche Exemplare hintereinander und ich finde es wunderbar, dass ich die negative Energie in so etwas Schönes verwandeln kann!
Man braucht dafür einen quadratischen Universalwebrahmen (21,5 cm x 21,5 cm), zwei verschiedene dickere Baumwollgarne (kann man aus Stoffresten auch selbst herstellen), ein Webschiffchen und für den Abschluss eine dickere Webnadel. Auf einen Kamm verzichte ich. Das Baumwollgarn ist so dick, dass ich es leicht mit den Fingern nach unten schieben kann.
Zuerst wird der Webrahmen mit einer Farbe bespannt. Wichtig ist, dass man entweder am Anfang oder am Ende einen Fadenrest für den Haken übrig lässt. Der bespannte Webrahmen sieht dann so aus:
Als nächstes wird das andere Garn auf das Schiffchen aufgewickelt. Das muss man mehrmals machen, da das Garn sehr dick ist und man sonst nicht gut weben kann.
Nun beginnt man mit dem Weben, am besten in der Mitte.
Das Fadenende lässt man nach hinten hängen und dann geht es immer abwechselnd vorne und hinten durch die Kettfäden (= erste Farbe).
Am Rand sollte man immer besonders gut aufpassen. Wenn die Reihenfolge nicht stimmt, kann es sein, dass man eine Reihe umsonst gewebt hat 😦
Man webt so lange, bis der Faden zu Ende ist. Dann fädelt man genau an der Stelle, an der der Faden zu Ende ist, den neuen Faden ein und macht im gleichen Rhythmus weiter. Von hinten sieht das Fadenende so aus:
Dann wird weiter gewebt, bis der Webrahmen ganz gefüllt ist. Beim Abnehmen vom Webrahmen sieht das Werk dann so aus:
Nun ist es wichtig, die Kettfäden (= blaue Fäden) zu verknoten, damit sich unser Werk nicht auflöst. Anschließend den Topflappen umdrehen und die Fadenenden mithilfe der Webnadel verstecken. Immer mindestens durch drei Webreihen durch, danach kann man abschneiden.
So sieht der fertige Topflappen von hinten aus:
Die Vorderansicht findet Ihr im ersten Bild. Bei dem zweiten Topflappen verwende ich die Farben dann genau anders herum. Ihr seht, es ist ganz einfach und es macht Spaß, weil man schnell ein Ergebnis hat. Ich wünsche viel Freude beim Nachmachen! Gerne könnt Ihr mir noch Eure Fragen stellen und/oder ein Bild von Euren Topflappen schicken!
Juhu, endlich wieder Zeit zum Lesen! Ich freue mich sehr, schon den nächsten Buchtipp zu veröffentlichen. Ich fand den im April diesen Jahres erschienenen Roman des Münchner Drehbuchautors bei den Neuerscheinungen.
Das 220 Seiten starke Buch spielt Anfang des 19. Jahrhunderts und erzählt die Geschichte der Jungbauern Liza und Maximilian, die um ihre bäuerliche Existenz kämpfen müssen. Der alte Bauer hat einfach über Nacht hingeschmissen, den Familienhof beliehen und sich auf den Weg nach Amerika gemacht. Nun müssen die Jungen schauen, wie sie den Karren aus dem Dreck ziehen. Lizas Wissbegierde und ihr Geschäftssinn sind dabei von großem Vorteil und natürlich ihre große Zuneigung zu Maximilian, der unter epileptischen Anfällen und infolgedessen auch an einem Sprachfehler leidet.
Es ist spannend zu lesen, wie alte Strukturen in Frage gestellt werden und wie sich eine junge Frau in der damaligen Zeit Respekt verschafft. Und man lernt: wer viel fragt, erfährt auch viel. Liza denkt sich: Wieso das Korn den Kornhändlern zu einem Spottpreis verkaufen wenn man auch selbst gutes Brot backen und verkaufen kann? Nicht jeder kann mit den neuen Ideen etwas anfangen und so wird die Familie bald von der Dorfgemeinschaft isoliert. Weitere Schicksalsschläge kommen hinzu und so spitzt sich die dramatische Situation der Jungbauern weiter zu…
Westhoff lässt abwechselnd Liza und den flüchtenden Altbauern Andres zu Wort kommen, den auf der Reise doch noch sein Gewissen einholt. Das Buch ist sehr fesselnd geschrieben. Das Ende wird natürlich nicht verraten, nur so viel: mein Geschmack sind diese Arten von Ende nicht. Aber dem Lesegenuss hat es keinen Abbruch getan, insofern kann ich die Lektüre von „Niemals nichts“ getrost empfehlen!
Auf dieses Buch bin ich gestoßen, als ich den Flyer eines Programmkinos durchblätterte. Da hieß es der gleichnamige Film wäre die Verfilmung eines Bestsellers.
Sogleich machte ich mich auf die Suche nach dem Buch und entdeckte es in der Stadtbibliothek bei der Reiseliteratur. Der Roman aus dem Jahr 2018 erzählt die beeindruckende Geschichte eines Ehepaars, die beide in den 50ern sind und aufgrund einer unüberlegten Geldinvestition ihr ganzes Hab und Gut verlieren. Mangels Alternativen und weil sie Freunden und Verwandten nicht zur Last fallen wollen, begeben sich Ray und Moth auf Wanderschaft. Sie wandern den ganzen South West Coast Path von Minehead in Somerset bis Poole in Dorset.
Ihre Ausrüstung beschränkt sich aufs Wesentliche und sie haben wöchentlich nur einen kleinen Geldbetrag zur Verfügung. Leider sind Armut und Obdachlosigkeit nicht ihre einzigen Sorgen: Kurz vor Antritt der Reise erhält Ehemann Moth auch noch die Diagnose einer unheilbaren Krankheit.
Das autobiographische Buch erzählt ihre Reise in allen Details. Von den anfänglichen Schwierigkeiten bis hin zu netten und weniger netten Begegnungen unterwegs. Es schmerzte mich zu lesen, wie häufig Ray und Moth verjagt wurden und wie schnell sich die Menschen von ihnen abwandten, wenn sie den wahren Grund ihrer Reise verrieten. Die Erlebnisse in der Natur entschädigten Vieles.
Am Ende der Reise kann das Ehepaar trotz allem wieder mit Zuversicht in die Zukunft schauen. Eine fesselnde Geschichte über eine große Liebe, über Verlust, Neuorientierung und über den South West Coast Path. Absolute Leseempfehlung, nicht nur für Wanderinteressierte!
In ungewöhnlicher Besetzung gab Pam Pam Ida in einem ausverkauften Lauteracher Hof ein Sommerkonzert vom Feinsten.
„Das sind doch nicht alle!“, war mein erster Gedanke, als die Idas die Bühne betraten. Tatsächlich waren sie „nur“ zu dritt: Leadsänger Andreas Eckert, Gitarrist Daniel Randlkofer und Jürgen „Charlie“ Neumeier am Kontrabass. Unterstützt wurden sie von der erstklassigen Violinistin Kristin Schorr aus dem Silberfischorchester.
Andi versicherte sogleich, dass der Auftritt so nicht geplant war und dass sie alles dafür tun würden, dass am Ende alle glücklich wären. Er sollte Recht behalten.
Die Formation spielte eine gelungene Mischung aus alten und neuen Liedern. Die Musik war sehr dicht und die gefühlvollen Texte kamen sehr gut zur Geltung. Es war ein Erlebnis, Charlie den Kontrabass spielen zu sehen. Ein Mal mehr überzeugte Daniel Randlkofer mit seinen Fingerfertigkeiten an der Gitarre, Kristin Schorr verzauberte und bereicherte mit ihrem Geigenspiel und Andi führte gekonnt durch den Abend. Häufig wurden Instrumente hin- und hergereicht und für ein paar Lieder setzte Andi sich sogar ans Schlagzeug!
Jede/r im Publikum konnte sich davon überzeugen, dass hier echte Vollblutmusiker auf der Bühne standen, die mehrere Instrumente beherrschten und viel mehr getan haben, als das Konzert einfach nur „zu retten“. Vielen Dank für Eure Spielfreude, Euer Gefühl und den wunderschönen Abend!
Wir haben die Zeit sehr genossen, besonders auch in dieser schönen schattigen Location, ideal für einen heißen Sommerabend. Schöne Grüße an Julian, Christian und Thomas und bis bald beim nächsten Konzert!
Als unsere Große klein war sind wir zwei Mal auf einen Pferdehof nahe des Ammersees gefahren. Es waren entspannte Urlaube mit Kleinkind. Nach unserem zweiten Urlaub haben die Betreiber das Anwesen leider verkauft und sind in Rente gegangen.
Wir kamen an einem verregneten Tag an. Unsere Kleine streifte sich sofort ihre Regenhose über und begann, den Hof zu erkunden. Am Hang in Richtung Wald gibt es ein großes Trampolin für die Kinder, außerdem zwei Holzpferde, auf die man klettern kann sowie ein Klettergerüst mit Rutsche und Schaukel. Auch ein kleiner Fuhrpark bestehend aus mehreren Kettcars steht für die Kinder zur Verfügung. Für die Größeren (und für die Papas) gibt es eine Tischtennisplatte und einen Kicker (beides überdacht).
Natürlich gibt es auch jede Menge Tiere auf dem Bauernhof: zwei Ponys (Lotte und Pia), Schafe, Kaninchen, den gutmütigen Hofhund Molly und natürlich – Nomen est omen – viele Katzen. Auf dem angrenzenden Hof der jungen Familie leben außerdem zahlreiche Kaltblutpferde, die man häufig auf der Koppel sieht.
Von nun an hörte ich öfter „Mama, ich geh noch mal raus!“ – sowohl von der Kleinen als auch von der Großen. Die Kinder durften jederzeit in den Stall zu den Tieren. Ein Traum für meine Stadtkinder.
Untergebracht waren wir in der Ferienwohnung „Sonnenschein“, die aus zwei Schlafzimmern, einer Wohnküche (mit Geschirrspüler 😊) und einem kleinen Bad bestand. Wir genossen jeden Morgen Brötchenservice und Honig aus der eigenen Imkerei. Und ja, es gibt auch hervorragendes W-Lan, aber eigentlich sollte man die Zeit auf dem Hof anders nutzen. Da der Hof direkt am Waldrand liegt, kann man gleich loslaufen -entweder in den Wald oder hinunter an den Regen. Von der Sitzgruppe aus hat man einen gigantischen Ausblick über die Hügel des Bayerischen Waldes.
Die Bauern Maria und Siggi haben hier ihr Paradies gefunden und sie teilen es gerne mit ihren Feriengästen. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass unsere Anwesenheit richtig erwünscht war und deshalb fühlten wir uns so wohl auf dem Hof. Maria und Siggi setzen sich selbst gerne in den Garten und unterhalten sich mit den Feriengästen. Man kann von ihnen allerlei Interessantes über die Geschichte des Hofes, den Trinkwasserbrunnen und natürlich auch viele Ausflugstipps erfahren. Wer sich für Imkerei interessiert, bekommt eine Führung durch das Bienenhaus.
Auch das soziale Leben kommt nicht zu kurz: Es besteht die Möglichkeit zu Grillen, was wir an einem Abend mit allen Feriengästen gemacht haben. An unserem letzten Abend bereitete Bäuerin Maria Leberkäse im Brotbackhäusl für alle zu. So kommt man auch mit anderen ins Gespräch.
Der Abschied vom Familiennest Pauli ist sehr schwer gefallen: bei unserer Kleinen flossen viele Tränchen. Da half nur eines: Versprechen, dass wir bald wieder kommen! Und was soll ich sagen: ich denke, wir buchen heute noch für ein verlängertes Wochenende in den Herbstferien 😉