Michelle Obama: Das Licht in uns

Nachdem ich das erste Buch der ehemaligen amerikanischen First Lady regelrecht verschlungen hatte, war ihr zweiter Titel eine absolute Pflichtlektüre für mich. Michelle Obama gibt wieder zutiefst persönliche Einblicke. Sie schildert wie sie die vergangenen „Schreckens“jahre erlebt und auch überlebt hat: den Wahlsieg von Donald Trump, den Ausbruch des Coronavirus und die Zeit des Lockdowns sowie den grausamen Mord an George Floyd.

Stärker als in ihrem ersten Buch wird dabei ihre eigene Herkunft als People of color thematisiert.

Obama schreibt darüber, was ihr in dieser unsteten Zeit Halt gegeben hat. Dazu zählen Freundschaften, ein gesunder Lebensstil, Tätigkeiten, die einen erden (bei ihr war das das Stricken) und ihre Familie. Sie gibt auch wieder Einblicke in ihre Beziehung zu Barack und ihre Ehrlichkeit ist auch dieses Mal herrlich entwaffnend: Auch sie hat gelegentlich Wutanfälle und Lust, ihren Partner aus dem Fenster zu stoßen 😉.

Schließlich zählt sie fünf Lebensweisheiten ihrer Mutter auf, die sie geprägt haben. Meine Favorit ist „Erziehen Sie das Kind, das Sie bekommen haben.“

An Intensität und Glamour kann „Das Licht in uns“ nicht mit „Becoming“ mithalten, das Buch plätschert eher so dahin. Aber das Ende fand ich dann doch sehr inspirierend. Michelle Obama erklärt ihren viel zitierten Spruch „When they go low, we go high“ – der zugleich ihr und Baracks Lebensmotto ist. In der deutschen Übersetzung wurde er zu „Sich von seiner besten Seite zeigen“.

Damit ist gemeint, dass man sich selbst immer treu bleiben und immer an das Gute glauben soll, auch wenn die Anderen unfair spielen.

Michelle Obama ist für mich eine Frau mit Herz und Verstand und ich oute mich als große Bewunderin!