M.s Weisheiten (Teil III)

M. vor dem Einschlafen zu mir: „Der XY (wohnt mit uns im Mehrgenerationenhaus) ist ein Glückspilz!“

Ich: „Wieso?“

M.: „Der ist ein Senior und er hat eine Mama. Die ist schon alt.“

Ich: „Ich streng mich an, damit ich auch ganz alt werde und du mich noch ganz lange hast.“

M.: „Schreib’s auf den Wunschzettel.“

Das wäre also geklärt 😉

Schenken macht Freude

Mehr Zeit ist wohl einer der wenigen Vorteile, die die Pandemie mit sich bringt. Ich jedenfalls habe mehr Zeit, mich um meinen Balkon zu kümmern und habe dieses (und auch letztes) Frühjahr selbst Pflanzen angesät. Dieses Jahr – oh Wunder! – ist jedes Samenkorn aufgegangen und so stand ich nun nach den Eisheiligen mit sage und schreibe 30 Tomatenpflänzchen da! Viel zu viel für meinen Stadtbalkon!

Die Hälfte habe ich behalten und davon meiner Mutter auch noch ein paar abgegeben. Aber wo fand ich nun so schnell Abnehmer für den Rest? 7 Pflänzchen bin ich in unserem Mehrgenerationenhaus https://www.wingmbh.de/marthastrasse/ losgeworden und den Rest auf dem Nachbarschaftsportal https://nebenan.de. Und ich hatte wirklich – trotz Pandemie – ganz zauberhafte Begegnungen. Eine Dame hat mich schon im Vorfeld gefragt, was ich dafür möchte (ich wollte aber nix!) und kam dann mit einem Dreier-Pack Piccolo an. Die zweite schenkte mir einen 4er-Pack Gesichtsmasken mit Geschenkband drumrum – total lieb! So kamen meine Mädels (mittlerweile 6 und 10) zu ihrer ersten Wellness-Behandlung :-). Auch ein kleines Highlight für die Beiden. Zwei Pflänzchen haben die Mädels zu einem Nachbarn gebracht und kamen danach freudestrahlend mit Schokolade in der Hand wieder daheim angetrabt. Schön, wenn es menschelt und wieder vorsichtige zwischenmenschliche Begegnungen möglich sind!

Mutterglück

Manchmal trifft einen das kleine Glück ganz unverhofft, aber mitten ins Herz. So geschehen beim gestrigen Sonntagnachmittagsspaziergang mit der Familie. Wir kommen am Kulturladen „Loni-Übler-Haus“ vorbei. Meine 4jährige fragt: „Wieso hat das Haus so einen komischen Namen?“ – Ich: „Das müssen wir zuhause mal googeln, das war bestimmt eine ganz tolle Frau!“ – Meine Tochter ist erstmal zufrieden mit der Antwort und düst ab mit dem Laufrad. Wenige Minuten später taucht sie wieder neben mir auf, schaut mich ganz ernst an und sagt: „Du bist ja toll!“

Genau das sind die Momente, die einen für alles entlohnen und jeden Trotzanfall – sei er noch so schrecklich- unvergessen machen… ich liebe es, Mutter zu sein!