Fazit Kleiderfasten

Nun ist mein Experiment des einjährigen Kleiderfastens schon seit Januar beendet und ich habe immer noch kein Fazit dazu geschrieben. Bitte sehr, hier kommt es.

1. Es ist nicht so schlimm, wie man es sich vorstellt.

Die Zeit ging unheimlich schnell vorbei und ich bin wirklich nicht „notleidend“, was Klamotten angeht. Im Rahmen unseres Umzugs habe ich mehrfach Kleidung aussortiert und mein Kleiderschrank ist immer noch gut gefüllt. Ich habe ihn jetzt übrigens nach Farben sortiert, das sieht total schön aus und ich kann die Kleidung entsprechend meiner Stimmung wählen.

2. Konsum wird total überbewertet.

Wenn man denkt, man braucht etwas unbedingt, dann kann man getrost erst einmal abwarten. Man kommt auf jeden Fall darüber hinweg. Es ist ein richtig gutes Gefühl, wenn man merkt, dass man eben doch ohne dieses Kleidungsstück leben kann. Viel besser als das schlechte Gewissen nach impulsiven Einkäufen oder Selbstbelohnung durch Shopping.

3. Man kann sich modisch und abwechslungsreich kleiden ohne sich ein Mal im Monat ein neues Kleidungsstück zu kaufen.

Man kann die vorhandenen Stücke immer wieder neu miteinander kombinieren. Es macht großen Spaß, das einfach auszuprobieren und so komme ich auf Kombinationen, die mir früher gar nicht eingefallen wären.

Wie es jetzt bei mir weiter geht?

Ich will nicht allzu akribisch sein, aber ich denke 10 bis 12 Neuanschaffungen pro Jahr sollten ausreichen. Bei Secondhand-Einkäufen sehe ich das etwas lockerer, aber ich versuche, auch das nicht zu übertreiben (In diesem Kalenderjahr war ich bereits 3 Mal im Secondhand-Shop). Wenn eine Jeans oder Schuhe kaputt gehen, können diese sofort ersetzt werden. Gleiches gilt für Unterwäsche und Socken.

Das Kleiderfasten hat mich dazu gebracht, mein eigenes Konsumverhalten kritisch zu hinterfragen. Mir ist aber auch klar geworden, dass mir Mode wichtig ist. Aber Mode und kritischer Konsum sind zum Glück heute kein Widerspruch mehr. In Kaufhäusern, in denen Fast Fashion angeboten wird, fühle ich mich heute nicht mehr wohl.