Ein Mehrgenerationenhaus in der (Corona-)Krise

Wir leben in einem Mehrgenerationenhaus mit über 60 Mietparteien und einem großen Gemeinschaftsgarten. Nicht gerade eine einfache Wohnform zur Zeit. Der heutige Tag sowie die letzten Wochen und Monate haben mich zu diesem Text inspiriert.

Wir haben uns bewusst für diese Wohnform entschieden.

Wir teilen

-einen wunderschönen Garten,

-einen Raum, in dem wir uns normalerweise oft und gerne treffen,

-viele schöne Momente bei gemeinsamen Festen.

Jetzt, da das Gewohnte weggebrochen ist und wir sozusagen „zwangssepariert“ sind

-fällt vielen die Decke auf den Kopf.

Da ist die Angst, sich anzustecken.

Da sind die langen, gleichförmigen Tage, die es zu bewältigen gilt.

Und was tun wir?

Gucken, wer bei wem ein- und ausgeht,

Fangen Streit an,

Überlegen, wer krank sein könnte,

Regen uns immer wieder über den Lärm der spielenden Kinder im Hof auf, anstatt uns daran zu erfreuen.

Die Krise macht uns definitiv NICHT zu besseren Menschen…

Und an Tagen wie diesen frage ich mich: Werden wir diese Krise unbeschadet überstehen?

Wo sind sie hin?

Die Toleranz, das gegenseitige Verständnis, das Mitgefühl und, vor allem, die Unbeschwertheit.

Bitte, kommt zurück!!!