Der Tag, an dem Mama die Krise kriegte

Ein Buch von Nathalie Weidenfeld, erschienen im Knaus Verlag (2015)

Dieses Buch fand seinen Weg zu mir in der örtlichen Stadtbibliothek. Wir waren, wie üblich, spät dran und zwar im doppelten Sinn. Es war der letztmögliche Abgabetag unserer Ferienausleihe und es war 15 Minuten vor Bibliotheksschluss.

Meine Kleine hatte sich schnell für ein Detektivbuch mit einem Kommissar auf vier Pfoten entschieden und ich wollte mir auch noch ein bisschen Lesestoff besorgen und nicht nur die üblichen „Keine-Zeit-zum-Kochen-Kochbücher“.

Als ich den Titel „Der Tag, an dem Mama die Krise kriegte“ vorlas, meinte meine Kleine: „Mama, das musst du unbedingt nehmen!“. Warum bloß?!

Was soll ich sagen? Ich habe mich schon über die erste Geschichte, in der es um eine Last-Minute-Schultüten-Bastelaktion geht, die komplett aus dem Ruder läuft und weit nach Mitternacht endet, köstlich amüsiert. Die weiteren Geschichten handeln von misslungenen Kindergeburtstagen, Urlaubsfahrten, Familienzuwachs und von dem vergeblichen Versuch, die Kinder am Abend rechtzeitig ins Bett zu bringen. Auch der Mutter-Tochter-Konflikt wird thematisiert. Zu allem Überfluss taucht immer wieder eine demente Omi auf, die sämtliche Urlaubspläne der Familie zu sabotieren versucht. Dieses Buch ist wirklich absolut lesenswert!

Nathalie Weidenfeld schildert den Alltag einer fünfköpfigen Familie, in der beide Elternteile berufstätig sind, mit viel Witz und Ironie. Die Geschichten werden aus der Perspektive der ältesten Tochter Leonie erzählt, die stets sehr selbstbewusst ihre Meinung kundtut und nicht ganz unschuldig an dem ein oder anderen Kuddelmuddel ist. Nicht selten gerät eine Situation komplett aus den Fugen und es kommt zu herrlich absurden Dialogen. Am Ende haben sich dann alle wieder lieb. Wie im echten (Familien)Leben halt. Wirklich eine sehr unterhaltsame Lektüre und ein tolles Mitbringsel für FreundInnen. Mehr lustige Geschichten rund ums Thema Familie gibt es hier https://www.audible.de/ep/hoerbuecher.