Pam Pam Ida fast unplugged in Lauterhofen

In ungewöhnlicher Besetzung gab Pam Pam Ida in einem ausverkauften Lauteracher Hof ein Sommerkonzert vom Feinsten.

„Das sind doch nicht alle!“, war mein erster Gedanke, als die Idas die Bühne betraten. Tatsächlich waren sie „nur“ zu dritt: Leadsänger Andreas Eckert, Gitarrist Daniel Randlkofer und Jürgen „Charlie“ Neumeier am Kontrabass. Unterstützt wurden sie von der erstklassigen Violinistin Kristin Schorr aus dem Silberfischorchester.

Andi versicherte sogleich, dass der Auftritt so nicht geplant war und dass sie alles dafür tun würden, dass am Ende alle glücklich wären. Er sollte Recht behalten.

Die Formation spielte eine gelungene Mischung aus alten und neuen Liedern. Die Musik war sehr dicht und die gefühlvollen Texte kamen sehr gut zur Geltung. Es war ein Erlebnis, Charlie den Kontrabass spielen zu sehen. Ein Mal mehr überzeugte Daniel Randlkofer mit seinen Fingerfertigkeiten an der Gitarre, Kristin Schorr verzauberte und bereicherte mit ihrem Geigenspiel und Andi führte gekonnt durch den Abend. Häufig wurden Instrumente hin- und hergereicht und für ein paar Lieder setzte Andi sich sogar ans Schlagzeug!

Jede/r im Publikum konnte sich davon überzeugen, dass hier echte Vollblutmusiker auf der Bühne standen, die mehrere Instrumente beherrschten und viel mehr getan haben, als das Konzert einfach nur „zu retten“. Vielen Dank für Eure Spielfreude, Euer Gefühl und den wunderschönen Abend!

Wir haben die Zeit sehr genossen, besonders auch in dieser schönen schattigen Location, ideal für einen heißen Sommerabend. Schöne Grüße an Julian, Christian und Thomas und bis bald beim nächsten Konzert!

Pam Pam Ida im Gutmann, Nürnberg (9. November 2023)

Nach über zwei Jahren spielte die Band aus Sandersdorf wieder einmal in Nürnberg, dieses Mal im „Gutmann“ am Dutzendteich. Die Durststrecke war lang und wir waren zwischenzeitlich sogar einmal in München auf einem Konzert (Dezember 2022), aber das Warten hat sich gelohnt!

Bei bestem Sound spielten die Jungs ein zweistündiges Konzert mit vollem Einsatz: zu den geschmeidigen Songs von Pam Pam Ida gab es tolle Instrumentensoli (E-Gitarre, Tuba und Saxofon) und natürlich wieder ganz viel fürs Herz. Kein Wunder, dass der Saal schon nach kurzer Zeit bebte und schnell war klar, dass auch die Franken die oberbayerischen Liedtexte mitsingen können.

Als krönenden Abschluss sangen Pam Pam Ida das Abschiedslied „I muaß geh“ a capella und mitten im Publikum – ein echter Gänsehaut-Moment (an dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön an den Zwei-Meter-Mann vor mir, der mit mir Platz tauschte 😉 und mir beste Sicht ermöglichte).

Mit einer neuen CD („Die Beste“) im Gepäck und beseelt von dem schönen Konzert, traten wir den (kurzen) Heimweg an.

Bitte, bitte haltet Euer Versprechen, liebe Pam Pam Idas und kommt bald wieder! Nürnberg braucht und liebt Euch!

Albumvorstellung von Pam Pam Ida im Substanz, München

Als treuer Fan und selbstverständlich auch Newsletter-Abonnentin erhielt ich kurz vor Weihnachten eine Einladung zu einem kleinen Konzert von Pam Pam Ida in München: die Vorstellung des neuen Albums „Trilogie“ vor Pressevertretern und treuen Fans. Die 150 Tickets waren innerhalb kürzester Zeit weg, aber in einem zweiten Anlauf hab ich dann doch noch zwei Stück ergattert. Lieben Dank an Tom und Julian von den Idas an dieser Stelle!

Schon die Anreise nach München ist eine kleine Anekdote. Der Regionalexpress nach München ist spontan entfallen. Na toll, was nun? Tipp vom Infopoint: „Fragen Sie den Zugführer vom ICE, ob er Sie mitnimmt! Hängt aber von seiner Laune ab!“ – Naja, Fragen kostet ja nix, dachten wir und marschierten zum Gleis. Erst kam der Zugführer ewig nicht raus, dann war die Sache schnell geritzt: Wir müssen im Bordbistro für mindestens 20 Euro konsumieren, dann dürfen wir mitfahren. Also ab ins Bistro und erst Mal zwei Sekt bestellt. Ich muss sagen, es gibt deutlich schlechtere Wege, ins Wochenende zu starten 😉 Wir haben die ungeplante Fahrt mit dem ICE jedenfalls sehr genossen.

Und die Reise hat sich gelohnt, denn das Konzert war echt MEGA! Etwas aufgeregt, gut gelaunt und natürlich sehr sehr stolz präsentierten die Jungs von Pam Pam Ida ihre Trilogie mit den Liedern aus den letzten 3 Jahren. Bald schon gab es kein Halten mehr und das ganze Publikum in der Szenekneipe Substanz wippte und wogte und feierte das neue Album. Bombastischen Gitarrensound à la Pearl Jam gab es bei „Amok“ zu hören, fetzig wurde es bei „Skunkt hart“ und mit „Rosa Rosa“ kamen natürlich auch die Romantiker auf ihre Kosten. Bei der Zugabe wurden die Fans unter anderem mit „Ois anders“ vom allerersten Album beglückt.

Die Texte spiegeln wie gewohnt den aktuellen Zeitgeist wieder, sind melancholisch-nachdenklich, wunderbar selbstironisch („Vui zu stoiz“) und gefühlvoll („Tommy Reprise“).

Angekündigt war, dass das Konzert nur eine Stunde dauern würde. Aber weil’s so schee war, gab’s noch 30 Minuten obendrauf. Die Fans dankten es mit tosendem Applaus. Es war wieder die reine Freude, die Jungs spielen zu sehen. Die Pam Pam Idas haben ihren ganz eigenen Sound kreiert und sich damit längst in der bayerischen Musiklandschaft etabliert. Das beweisen sie ein Mal mehr auf ihrem neuen Album. Ihr seid wirklich großartige Musiker! Weiter so!

Pam Pam Ida im Hirsch (Biergarten) – 25. August 2021

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Konzerte haben Seltenheitswert in Zeiten von Corona – ein Grund mehr, endlich meine absolute Lieblingsband hier in den Blog mit aufzunehmen! Seitdem ich vor vier Jahren auf die Band aus meiner Heimat (Sandersdorf in Bayern) aufmerksam wurde, habe ich keines ihrer Nürnberger Konzerte verpasst. Und so war ich auch gestern Abend im ausverkauften Konzert im Hirsch-Biergarten.

Ein seltsames Gefühl, mit FFP2-Maske und Impfausweis in der Tasche in der Eingangsschlange. Das Publikum saß an Tischen, dort durfte man die Maske abnehmen. Der Sänger Andi begrüßte uns mit den Worten „Schee, dass Eich no gibt!“ Die Freude am Auftritt war den sechs Musikern sichtlich anzumerken und auch das Publikum war sich der Einzigartigkeit des Moments bewusst. Wann war man zuletzt auf einem Konzert von Pam Pam Ida gewesen? Wann würde man wieder die Möglichkeit haben, eines zu besuchen? Diese Fragen standen angesichts steigender Infektionszahlen im Raum und machten die Atmosphäre auf dem Konzert so besonders. In der ersten Hälfte waren alle noch etwas steif („Mischung aus Bierzelt und ZDF-Fernsehgarten“ – Zitat Andi), aber nach der Pause gab es kein Halten mehr. Der Sound war einfach bombastisch und die Spielfreude der Musiker war mitreißend, so dass es keinen Konzertbesucher mehr auf der Bank hielt und bis zum Ende des Konzerts getanzt wurde. Thematisch treffen viele Songs von Pam Pam Ida den Nerv der Zeit: „Flug zum Mond“ (Man zieht sich zurück von der Außenwelt und besinnt sich auf sich selbst), „Mensch Mensch“ (eine Hymne auf die Menschlichkeit), „Bis auf die Knochen“ (ein Song, der die Massentierhaltung anprangert) und „Untergang“ – egal was passiert, heute wird richtig abgefeiert! Bei diesem Song war die Stimmung am ausgelassensten und der Coronavirus schien auf einmal ganz weit weg.

Pam Pam Ida ließ sich nicht lumpen und gab den Rufen nach Zugabe sehr gerne nach. Selbstverständlich spielten sie auch ihren Hit „Schultertanz“ und präsentierten noch zwei neue, wunderschöne Lieder: „Lass mi ned los“ und „Eigentlich“. Kein Pam Pam Ida-Konzert endet ohne einen „magical moment“: Dieses Mal waren es ein A capella-Geburtstagsständchen für den Lichttechniker und das Abschiedlied „I muaß geh“ vom aktuellen Album „Frei“, ebenfalls a capella gesungen.

Habt vielen Dank für diese kostbaren Stunden! Vielen Dank für die Freude und das Gefühl! Ihr seid einfach die Besten!!! Bis zum nächsten Mal in Nürnberg!