Et voilà, meine neuesten Errungenschaften aus dem Drogeriemarkt: eine straffende Augencreme und eine Lesebrille.
Wie es dazu kam? Vorgestern früh habe ich etwas zerknautscht in den Spiegel gekuckt und unter dem rechten Auge etwas entdeckt, das vorher definitiv NICHT da war… kurzes Innehalten und Entsetzen. Nach eingehender Inspektion musste ich zugeben: Jetzt ist es soweit! Ich kann das Alter nicht länger wegignorieren. Sofort setzte ich gedanklich die Antifalten-Creme auf die Einkaufsliste.
Und die Lesebrille? Seit einigen Wochen verschwimmt das Sichtfeld beim abendlichen Lesen in meinem Buch, ich habe das Gefühl, der Hintergrund drängt sich in den Vordergrund (sorry an alle Brillenträger – ich hab echt null Ahnung, für mich ist das absolutes Neuland). Als meine Mutter diese Woche hier war, hab ich sie vorsichtig gefragt, seit wann sie ihre Brille hat. Ja, also, sie wäre schon weit über 50 gewesen, war die erste Auskunft. Aber nach einigem Überlegen meinte sie dann doch, dass sie die Lesebrille so mit 40 gebraucht hätte – ich solle mir doch mal so eine aus dem Drogeriemarkt zum Testen holen. Gesagt, getan. Ich muss sagen, dasss Aha-Erlebnis war enorm! Jetzt muss ich beim Lesen nicht mehr die Augen zusammenkneifen und der Hintergrund drängt sich nicht mehr in den Vordergrund… habe die Lesebrille heute auch schon beim nachmittäglichen Malen mit den Kindern getestet und für gut befunden – auch, wenn ich nach Aussagen meiner inzwischen 5-jährigen mit der Brille „ekelhaft“ aussehe 🙂
Sie wird sich schon noch daran gewöhnen…
Und ich? Ich lerne, die Dinge zu akzeptieren, so wie sie sind.
Ich bin froh, dass ich keine zwanzig mehr bin.
Ich freue mich
-über Lebenserfahrung,
-darüber, dass ich nicht mehr jedem Trend hinterherlaufen muss,
-darüber, dass ich weiß, was mir guttut und was nicht,
-darüber, dass ich endlich nicht mehr „Everybody’s Darling“ sein muss!
Deshalb: ein Hoch auf die nahende 40!!!
