Albumvorstellung von Pam Pam Ida im Substanz, München

Als treuer Fan und selbstverständlich auch Newsletter-Abonnentin erhielt ich kurz vor Weihnachten eine Einladung zu einem kleinen Konzert von Pam Pam Ida in München: die Vorstellung des neuen Albums „Trilogie“ vor Pressevertretern und treuen Fans. Die 150 Tickets waren innerhalb kürzester Zeit weg, aber in einem zweiten Anlauf hab ich dann doch noch zwei Stück ergattert. Lieben Dank an Tom und Julian von den Idas an dieser Stelle!

Schon die Anreise nach München ist eine kleine Anekdote. Der Regionalexpress nach München ist spontan entfallen. Na toll, was nun? Tipp vom Infopoint: „Fragen Sie den Zugführer vom ICE, ob er Sie mitnimmt! Hängt aber von seiner Laune ab!“ – Naja, Fragen kostet ja nix, dachten wir und marschierten zum Gleis. Erst kam der Zugführer ewig nicht raus, dann war die Sache schnell geritzt: Wir müssen im Bordbistro für mindestens 20 Euro konsumieren, dann dürfen wir mitfahren. Also ab ins Bistro und erst Mal zwei Sekt bestellt. Ich muss sagen, es gibt deutlich schlechtere Wege, ins Wochenende zu starten 😉 Wir haben die ungeplante Fahrt mit dem ICE jedenfalls sehr genossen.

Und die Reise hat sich gelohnt, denn das Konzert war echt MEGA! Etwas aufgeregt, gut gelaunt und natürlich sehr sehr stolz präsentierten die Jungs von Pam Pam Ida ihre Trilogie mit den Liedern aus den letzten 3 Jahren. Bald schon gab es kein Halten mehr und das ganze Publikum in der Szenekneipe Substanz wippte und wogte und feierte das neue Album. Bombastischen Gitarrensound à la Pearl Jam gab es bei „Amok“ zu hören, fetzig wurde es bei „Skunkt hart“ und mit „Rosa Rosa“ kamen natürlich auch die Romantiker auf ihre Kosten. Bei der Zugabe wurden die Fans unter anderem mit „Ois anders“ vom allerersten Album beglückt.

Die Texte spiegeln wie gewohnt den aktuellen Zeitgeist wieder, sind melancholisch-nachdenklich, wunderbar selbstironisch („Vui zu stoiz“) und gefühlvoll („Tommy Reprise“).

Angekündigt war, dass das Konzert nur eine Stunde dauern würde. Aber weil’s so schee war, gab’s noch 30 Minuten obendrauf. Die Fans dankten es mit tosendem Applaus. Es war wieder die reine Freude, die Jungs spielen zu sehen. Die Pam Pam Idas haben ihren ganz eigenen Sound kreiert und sich damit längst in der bayerischen Musiklandschaft etabliert. Das beweisen sie ein Mal mehr auf ihrem neuen Album. Ihr seid wirklich großartige Musiker! Weiter so!

Neue Gedanken

Der Januar ist rum und ganz langsam komme ich wieder in die Gänge. Der heutige Spaziergang in der kalten Wintersonne hat meine Lebensgeister geweckt und ich konnte seit Wochen erstmals wieder so etwas wie Unbeschwertheit fühlen.

Das letzte Jahr ist für mich sehr schmerzvoll zu Ende gegangen. Der Tod einer lieben Freundin hat mich intensiv beschäftigt. So ein Verlust führt uns vor Augen, dass wir alle irgendwann gehen müssen. Ich habe mich oft gefragt, warum sie so jung sterben musste und war in Gedanken bei ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn.

Warum darf ich meine Kinder aufwachsen sehen und sie nicht? Man glaubt, dass man keine Freude mehr empfinden darf…

Ich bin sicher, dass sie nicht gewollt hätte, dass ich mich so quäle… sie war so ein lieber und herzensguter Mensch. Ich bewahre sie tief in meinem Herzen und denke oft an sie. Gleichzeitig bin ich dankbar für jeden Tag, den ich erleben darf und den ich mit meiner Familie verbringen darf. Ja, wir müssen alle irgendwann gehen, aber zum Glück wissen wir nicht, wann der Zeitpunkt kommen wird und bis es so weit ist, heißt es WEITERMACHEN und das Beste daraus machen.

Für Eli – Abschied von einer lieben Freundin

Seit Sonntagmorgen befinde ich mich im Tal der Tränen. Gleich nach dem Wachwerden las ich die Nachricht unserer gemeinsamen Freundin C., in der stand, dass du am Abend zuvor von uns gegangen warst.

Wer hätte das jemals gedacht, dass deine Zeit auf Erden nur so kurz sein würde? Du bist nur 39 geworden. Du hinterlässt einen 3-jährigen Sohn mit einem sonnigen Gemüt und  einen fürsorglichen Ehemann. Ganz zu Schweigen von deinen armen Eltern und deinem jüngeren Bruder. Das wunderschöne neue Haus, das gerade erst fertiggestellt worden war, konntest du nur sehr kurz bewohnen.

Das Leben kann so ungerecht und grausam sein, diese Erfahrung müssen wir leider immer wieder machen. Und in diesen Tagen umso mehr, denn dein früher Tod ist einfach nur schlimm!

Von uns drei Unifreundinnen warst du immer schon die Quirligste und Ehrgeizigste. Wir haben immer nur gedacht: Wie schafft die Eli das alles? Neben dem Lehramtsstudium hast du noch Tennisstunden gegeben und Nachhilfe erteilt. Bis zuletzt hast du immer weiter Zusatzqualifikationen erworben und  immer neue Ideen und Projekte geschmiedet. Deine Energie war unbändig genauso wie deine Hilfsbereitschaft

Ich erinnere mich gut, wie du mir nach einer schwierigen Trennung beim Packen der Umzugskisten geholfen hast. Du warst immer da, wenn man dich gebraucht hat.

Zwischenzeitlich haben wir uns etwas aus den Augen verloren, jede war mit ihrem beruflichen und familiären Alltag gut ausgelastet. Aber wir wussten immer übereinander Bescheid und wenn sich die Gelegenheit bot, wenn Du z.B. zum Schulausflug in Nürnberg warst, haben wir uns immer getroffen.

Ich bin dankbar und froh, dass wir im letzten Jahr wieder engeren Kontakt hatten. Meine Long Covid-Erfahrung war irgendwie ein Türöffner und du konntest mit mir über deine Krankheit sprechen. Wir haben uns Sprachnachrichten geschickt und waren einander wieder näher. Ich habe dich immer bewundert für deinen unerschütterlichen Optimismus und deinen Kampfgeist. Nach einer komplizierten OP hast du mit eiserner Disziplin wieder Laufen gelernt. Dein kleiner Sohn war deine größte Motivation. Nie hast du gejammert, du warst immer geduldig und hast bei alledem auch immer an die Anderen gedacht. Du warst wirklich sehr tapfer!

Wie schön war es, dass wir im letzten Sommer noch zwei unbeschwerte Nachmittage mit dir verbringen durften! Bei Stockbrot und Lagerfeuer verbrachten wir herrliche Stunden bei C. und M.. Wir plauderten über dies und das und du warst voller Tatendrang wie immer und wir alle haben geglaubt und gehofft, dass du wieder ganz gesund wirst.

Es tut mir in der Seele weh, zu erfahren, wie schlecht es dir in den letzten Wochen ging. Dass du nun so kurz vor Weihnachten verstorben bist, kann ich mir nur so erklären: Der liebe Gott hat, jetzt kurz vor dem Fest der Liebe, seinen allerbesten Schutzengel heimgeholt. Danke, liebe Elisabeth, für den Weg, den ich mit dir gehen durfte. Ich werde dich schrecklich vermissen. Und ich weiß: Du bleibst für immer in meinem Herzen.

Deine Evi

Der Tag, an dem Mama die Krise kriegte

Ein Buch von Nathalie Weidenfeld, erschienen im Knaus Verlag (2015)

Dieses Buch fand seinen Weg zu mir in der örtlichen Stadtbibliothek. Wir waren, wie üblich, spät dran und zwar im doppelten Sinn. Es war der letztmögliche Abgabetag unserer Ferienausleihe und es war 15 Minuten vor Bibliotheksschluss.

Meine Kleine hatte sich schnell für ein Detektivbuch mit einem Kommissar auf vier Pfoten entschieden und ich wollte mir auch noch ein bisschen Lesestoff besorgen und nicht nur die üblichen „Keine-Zeit-zum-Kochen-Kochbücher“.

Als ich den Titel „Der Tag, an dem Mama die Krise kriegte“ vorlas, meinte meine Kleine: „Mama, das musst du unbedingt nehmen!“. Warum bloß?!

Was soll ich sagen? Ich habe mich schon über die erste Geschichte, in der es um eine Last-Minute-Schultüten-Bastelaktion geht, die komplett aus dem Ruder läuft und weit nach Mitternacht endet, köstlich amüsiert. Die weiteren Geschichten handeln von misslungenen Kindergeburtstagen, Urlaubsfahrten, Familienzuwachs und von dem vergeblichen Versuch, die Kinder am Abend rechtzeitig ins Bett zu bringen. Auch der Mutter-Tochter-Konflikt wird thematisiert. Zu allem Überfluss taucht immer wieder eine demente Omi auf, die sämtliche Urlaubspläne der Familie zu sabotieren versucht. Dieses Buch ist wirklich absolut lesenswert!

Nathalie Weidenfeld schildert den Alltag einer fünfköpfigen Familie, in der beide Elternteile berufstätig sind, mit viel Witz und Ironie. Die Geschichten werden aus der Perspektive der ältesten Tochter Leonie erzählt, die stets sehr selbstbewusst ihre Meinung kundtut und nicht ganz unschuldig an dem ein oder anderen Kuddelmuddel ist. Nicht selten gerät eine Situation komplett aus den Fugen und es kommt zu herrlich absurden Dialogen. Am Ende haben sich dann alle wieder lieb. Wie im echten (Familien)Leben halt. Wirklich eine sehr unterhaltsame Lektüre und ein tolles Mitbringsel für FreundInnen. Mehr lustige Geschichten rund ums Thema Familie gibt es hier https://www.audible.de/ep/hoerbuecher.

Mama plus

Sobald man Kinder hat, ist man ja in erster Linie Mutter. Nun sind wir aber auch Ehefrauen oder Partnerinnen, Berufstätige, Töchter, Schwestern und Freundinnen. Mit knapp 42 und Kindern im Alter von 7 und 11 Jahren bin ich in der erfreulichen Lage, dass mein Plus immer mehr Raum einnimmt, mit anderen Worten, ich habe wieder mehr Zeit für andere Sachen.

Eine dieser Sachen war eine Klassenfahrt, die ich Ende Juli mit meiner zehnten Klasse unternommen habe. Im Bordbistro des ICE nach Berlin war eine Mutter von 4 (!!) Kindern, die ihren Kids Mittagessen kaufte, vor mir. Sofort gab es Gerangel und Diskussionen um die im Kindermenü enthaltenen Spielzeuge… wie die Frau alles alleine abtransportiert hat, ist mir ein Rätsel, die Kinder haben jedenfalls nicht mitgeholfen, obwohl sie dazu durchaus in der Lage gewesen wären (sie waren schätzungsweise zwischen 4 und 8 Jahren alt). Die Frau hatte auf jeden Fall mein volles Mitgefühl und ich war richtig froh, dass ich nicht mit den 4 Kleinen, sondern mit einer zehnten Klasse unterwegs war, die im ICE friedlich vor sich hin schlummerte und mir keinen Stress machte. Ich dachte mir noch, womöglich ist die Frau auf dem Weg zur Mutter-Kind-Kur und muss die lange Anreise ganz alleine bewältigen. Als ich mit meinem Cappuccino durch die Waggons und wieder zurück zu meinem Platz lief, kam ich auch an der Mutter mit den 4 Kindern vorbei und traute meinen Augen nicht: Wer saß da mit Kopfhörer im Ohr und mit Laptop am Tisch? Genau, der Erzeuger der 4. Manche Dinge ändern sich wohl nie…:-(

Fazit Kleiderfasten

Nun ist mein Experiment des einjährigen Kleiderfastens schon seit Januar beendet und ich habe immer noch kein Fazit dazu geschrieben. Bitte sehr, hier kommt es.

1. Es ist nicht so schlimm, wie man es sich vorstellt.

Die Zeit ging unheimlich schnell vorbei und ich bin wirklich nicht „notleidend“, was Klamotten angeht. Im Rahmen unseres Umzugs habe ich mehrfach Kleidung aussortiert und mein Kleiderschrank ist immer noch gut gefüllt. Ich habe ihn jetzt übrigens nach Farben sortiert, das sieht total schön aus und ich kann die Kleidung entsprechend meiner Stimmung wählen.

2. Konsum wird total überbewertet.

Wenn man denkt, man braucht etwas unbedingt, dann kann man getrost erst einmal abwarten. Man kommt auf jeden Fall darüber hinweg. Es ist ein richtig gutes Gefühl, wenn man merkt, dass man eben doch ohne dieses Kleidungsstück leben kann. Viel besser als das schlechte Gewissen nach impulsiven Einkäufen oder Selbstbelohnung durch Shopping.

3. Man kann sich modisch und abwechslungsreich kleiden ohne sich ein Mal im Monat ein neues Kleidungsstück zu kaufen.

Man kann die vorhandenen Stücke immer wieder neu miteinander kombinieren. Es macht großen Spaß, das einfach auszuprobieren und so komme ich auf Kombinationen, die mir früher gar nicht eingefallen wären.

Wie es jetzt bei mir weiter geht?

Ich will nicht allzu akribisch sein, aber ich denke 10 bis 12 Neuanschaffungen pro Jahr sollten ausreichen. Bei Secondhand-Einkäufen sehe ich das etwas lockerer, aber ich versuche, auch das nicht zu übertreiben (In diesem Kalenderjahr war ich bereits 3 Mal im Secondhand-Shop). Wenn eine Jeans oder Schuhe kaputt gehen, können diese sofort ersetzt werden. Gleiches gilt für Unterwäsche und Socken.

Das Kleiderfasten hat mich dazu gebracht, mein eigenes Konsumverhalten kritisch zu hinterfragen. Mir ist aber auch klar geworden, dass mir Mode wichtig ist. Aber Mode und kritischer Konsum sind zum Glück heute kein Widerspruch mehr. In Kaufhäusern, in denen Fast Fashion angeboten wird, fühle ich mich heute nicht mehr wohl.

Upcycling von Kleidung durch Batiken

Heute hatte ich endlich Zeit, um meine gesammelten Shirts zu batiken. Da ich ja immer noch Klamotten faste, war das ein richtiges Highlight für mich. Ich hatte mir schon vor einiger Zeit drei verschiedene Farben, Bindfaden und ein Fixiermittel besorgt.

Eine graue Bluse und ein weißes T-Shirt batikte ich in der Farbe „brombeer-rot“ und einige weiße Shirts mit hartnäckigen Flecken batikte ich zweifarbig mit den Farben „brombeer-rot“ und „mais-gelb“. Die dritte Farbe, ein Türkiston, kam spontan doch nicht zum Einsatz.

Sehr hilfreiche Anleitungen habe ich auf der Seite der Zeitschrift Jolie gefunden und auf dem Blog Butinette.

Wichtig ist, dass man Zeitfenster von mehreren Stunden hat. Denn man muss immer wieder abwarten, außerdem dauert es eine Weile, bis man seine T-Shirt-Päckchen geknotet hat. Zudem benötigt man mehrere größere Schüsseln und / oder Töpfe. Einmal-Handschuhe und eine Plastikschürze sind auch sehr sinnvoll. Nicht zuletzt braucht man auch Zeit, um am Ende wieder klar Schiff zu machen. Ich habe die Farben in der Küche angerührt und dann im Badezimmer in einer Schüssel gefärbt. Im Anschluss habe ich die Shirts im Waschbecken ausgewaschen. Fixiert habe ich die Farbe dann in der Waschmaschine mit einem Spülvorgang.

Der Aufwand lohnt sich! Hier ein paar meiner Ergebnisse:

Meinen Mädels gefallen die Shirts auch und sie freuen sich schon darauf, sie morgen anzuziehen!

Zeit für eine kurze Zwischenbilanz meines Klamottenverzichts. Ich halte mich nach wie vor daran. Gut, ich musste schon ein paar Socken und etwas Unterwäsche sowie eine Sporthose anschaffen. Aber sonst habe ich mir wirklich KEINE Klamotten gekauft. Es fällt mir mal leichter, mal schwerer. Bei einem Stadtbummel ist es schon schwer, an den Kleiderständern vorbei zu gehen. Manchmal schau ich auch die Klamotten durch, denn Schauen ist ja erlaubt. Häufig habe ich die Haltung des „Nicht-Konsumierens“ auch schon als Erleichterung empfunden. Z.B. wenn ich einem Kaufhaus etwas besorgen muss und ich weiß von vornherein, dass die Damenabteilung für mich nicht in Frage kommt – es spart mir Zeit und den Stress, mich zwischen Sachen entscheiden zu müssen.

Bei Katalogen, die immer noch ins Haus flattern, ist es manchmal schwerer. Ich kann mich gut an eine Paperbag-Hose erinnern, die ich zu gern haben wollte… und zu der ich immer wieder zurückgeblättert habe, bis ich den Katalog schließlich weggeworfen habe. Irgendwann kommt man auch drüber weg und merkt schließlich, dass man doch ohne das Teil leben kann. 😉

Der Kleiderschrank gibt immer noch genug her. Witzigerweise habe ich zu Beginn des Kleiderfastens erst Mal einige Teile aussortiert, da es für mich nun noch weniger Sinn machte, nie getragene Kleidungsstücke weiter aufzubewahren. Ich merke auch, dass ich meine Klamotten insgesamt anders beanspruche und habe schon hie und da etwas ausgebessert. Dadurch dass die Stücke für mich nicht so leicht ersetzbar sind, haben sie einen ganz anderen Wert für mich erhalten.

Last but not least hilft mir auch meine Umgebung. Wer schon den ein oder anderen Text von mir gelesen hat, der weiß, dass ich in einem Mehrgenerationenhaus lebe und dass wir hier manche Dinge anders machen. In unserer Waschküche gibt es die so genannte „Glücksboutique“ – dort kann man gut erhaltene Gegenstände, die man nicht mehr braucht, einstellen und natürlich darf man sich dort auch etwas nehmen, wenn man es brauchen kann. Auf diese Weise bin ich zu einem wunderschönen selbst gestrickten Pulli gekommen und zu zwei Jeans, die mir wirklich exakt passen (Ich frage mich noch immer, wer die eigentlich aussortiert hat…) und die ein mehr als adäquater Ersatz sind, für die zwei heiß geliebten Jeanshosen, die kürzlich den Geist aufgegeben haben… es muss mich also wirklich niemand bemitleiden!

Pam Pam Ida im Hirsch (Biergarten) – 25. August 2021

Photo by Vishnu R Nair on Pexels.com

Konzerte haben Seltenheitswert in Zeiten von Corona – ein Grund mehr, endlich meine absolute Lieblingsband hier in den Blog mit aufzunehmen! Seitdem ich vor vier Jahren auf die Band aus meiner Heimat (Sandersdorf in Bayern) aufmerksam wurde, habe ich keines ihrer Nürnberger Konzerte verpasst. Und so war ich auch gestern Abend im ausverkauften Konzert im Hirsch-Biergarten.

Ein seltsames Gefühl, mit FFP2-Maske und Impfausweis in der Tasche in der Eingangsschlange. Das Publikum saß an Tischen, dort durfte man die Maske abnehmen. Der Sänger Andi begrüßte uns mit den Worten „Schee, dass Eich no gibt!“ Die Freude am Auftritt war den sechs Musikern sichtlich anzumerken und auch das Publikum war sich der Einzigartigkeit des Moments bewusst. Wann war man zuletzt auf einem Konzert von Pam Pam Ida gewesen? Wann würde man wieder die Möglichkeit haben, eines zu besuchen? Diese Fragen standen angesichts steigender Infektionszahlen im Raum und machten die Atmosphäre auf dem Konzert so besonders. In der ersten Hälfte waren alle noch etwas steif („Mischung aus Bierzelt und ZDF-Fernsehgarten“ – Zitat Andi), aber nach der Pause gab es kein Halten mehr. Der Sound war einfach bombastisch und die Spielfreude der Musiker war mitreißend, so dass es keinen Konzertbesucher mehr auf der Bank hielt und bis zum Ende des Konzerts getanzt wurde. Thematisch treffen viele Songs von Pam Pam Ida den Nerv der Zeit: „Flug zum Mond“ (Man zieht sich zurück von der Außenwelt und besinnt sich auf sich selbst), „Mensch Mensch“ (eine Hymne auf die Menschlichkeit), „Bis auf die Knochen“ (ein Song, der die Massentierhaltung anprangert) und „Untergang“ – egal was passiert, heute wird richtig abgefeiert! Bei diesem Song war die Stimmung am ausgelassensten und der Coronavirus schien auf einmal ganz weit weg.

Pam Pam Ida ließ sich nicht lumpen und gab den Rufen nach Zugabe sehr gerne nach. Selbstverständlich spielten sie auch ihren Hit „Schultertanz“ und präsentierten noch zwei neue, wunderschöne Lieder: „Lass mi ned los“ und „Eigentlich“. Kein Pam Pam Ida-Konzert endet ohne einen „magical moment“: Dieses Mal waren es ein A capella-Geburtstagsständchen für den Lichttechniker und das Abschiedlied „I muaß geh“ vom aktuellen Album „Frei“, ebenfalls a capella gesungen.

Habt vielen Dank für diese kostbaren Stunden! Vielen Dank für die Freude und das Gefühl! Ihr seid einfach die Besten!!! Bis zum nächsten Mal in Nürnberg!

M.s Weisheiten (Teil III)

M. vor dem Einschlafen zu mir: „Der XY (wohnt mit uns im Mehrgenerationenhaus) ist ein Glückspilz!“

Ich: „Wieso?“

M.: „Der ist ein Senior und er hat eine Mama. Die ist schon alt.“

Ich: „Ich streng mich an, damit ich auch ganz alt werde und du mich noch ganz lange hast.“

M.: „Schreib’s auf den Wunschzettel.“

Das wäre also geklärt 😉

Überarbeitet

Den Autoschlüssel am Morgen in der Schmutzwäsche gefunden

Kinderzahnpasta auf meine eigene Zahnbürste getan

Sage zu meiner Großen am Frühstückstisch: „Schau doch mal, was du noch für Kleider im Kühlschrank hast!“

Ein irritierter Blick der Kinder lässt mich innehalten und wir brechen gemeinsam in Gelächter aus!

Alles nicht so dramatisch.

Und für mich die Erinnerung, mal wieder einen Gang runterzuschalten!