Kekeli von Jessica Mawuena Lawson

Dieser Debütroman von Jessica Mawuena Lawson hat mich richtig in den Bann gezogen und meinen persönlichen Horizont ganz schön erweitert.

Er erzählt die Geschichte von Kekeli, die gerade ihr Abi in der Tasche hat und sich spontan mit ihrer Cousine aus Togo und einem Geschwisterpaar aus Ghana aufmacht, um an einem Dokumentarfilm über Schwarze Menschen in Deutschland mitzuarbeiten. Stationen ihrer Reise sind das Konzentrationslager Buchenwald und verschiedene Orte in Berlin. Es ist die Geschichte von jungen Menschen, die nach den Wurzeln ihrer eigenen kulturellen Identität suchen. Sie stoßen auf Leid z.B. im Konzentrationslager Buchenwald, wenn sie an Gert Schramm denken, der als 15jähriger als einer der ersten schwarzen Häftlinge dorthin verschleppt wurde und Zwangsarbeit leisten musste. Auf ihrer Reise reflektiert Kekeli auch die Situation ihres togolesischen Vaters und man erfährt auf eindringliche Weise, wie häufig und in welcher Form Schwarze Menschen im Alltag diskriminiert werden.

In Berlin finden die jungen Erwachsenen aus Süddeutschland schließlich viele Kraftorte ihrer Community z.B. ein Friseurstudio, das sich auf Afrohaare spezialisiert hat, und treffen kreative Menschen, die sie inspirieren. Der Roadtrip wird zum echten Erweckungserlebnis für die eher schüchterne und introvertierte Kekeli. Eine Verwicklung mit der eigenen Familiengeschichte und die erste zarte Liebe machen den Lesegenuss perfekt.

All das erzählt Jessica Mawuena Lawson in einer klaren und schönen Sprache. Ihre Beschreibungen sind einfach ein Genuss! Man darf auf weitere Bücher gespannt sein!

Life-Hack für heiße Tage

Es hat über 30 Grad, meine 11jährige Tochter macht sich fertig für den Pferdehof. Sie ist heute als Helferin eingeteilt. M. zieht ihre Socken an und sagt: „Oh, schön kühl!“ Ich werde stutzig. „Was hast du denn mit deinen Socken gemacht?“ – Wenn ich an einem heißen Tag Socken anziehen muss, dann leg ich sie vorher eine Minute ins Gefrierfach! Das geht aber nur mit frisch gewaschenen Socken!“

Ideen muss man haben… 😉

Eine Orchidee zieht um!

Beim Entrümpeln meines eMail-Postfachs bin ich heute auf eine Mail von vor drei Jahren gestoßen: es war das Testergebnis eines Onlinetests (sensitivityresearch.com), um herauszufinden, ob ich hochsensibel bin. Siehe da, mit einem Wert von 6,3 gehöre ich in die Kategorie „Orchidee“. Weiter heißt es, dass diese Gruppe von Personen mehr von der Qualität ihrer Umgebung betroffen ist als andere. Orchideen brauchen bestimmte Bedingungen und Pflege, um gut zu gedeihen. Ausgerechnet jetzt stoße ich wieder auf diese Mail.

Es macht alles Sinn. Nach insgesamt 17 Schuljahren im Regelschuldienst, 15 davon an einer Großstadtschule mit 1.400 Schülern – Konflikte mit Eltern und Schülern stehen an der Tagesordnung, Mobbingfälle sowohl unter Schülern als auch im Kollegium – nehme ich nun meinen Hut. Eine ganze Zeit lang ging alles gut. Ich erfüllte meine Aufgaben, pflegte netten Kontakt zu meinen Schülern und Kollegen. Handelte schwierige Eltern und Klassen und übernahm schließlich immer mehr (unbezahlte) Aufgaben. Im letzten Schuljahr gab es nur noch Arbeit, wenig sonnige Momente und überhaupt keinen Dünger mehr für mich an dieser Schule…ich war kurz vor dem Vertrocknen – wie gut, dass ich umziehe! 😊

Ich freue mich, dass ich die Kraft gefunden habe, diesen Schritt zu gehen. Bestimmt lande ich jetzt auf der richtigen Fensterbank, so dass bald wieder neue Knospen sprießen können! Bestimmt wird es hier auf dem Blog dann auch wieder etwas lauter…